Vor dem Filmen: Darauf sollten Sie achten

Vorbereitung ist alles. Denn Videos können unnötig viel Arbeit bereiten oder den letzten Nerv kosten, wenn man einfach losfilmt.

Videodreh mit dem Smartphone: Wer es sich bei der Videobearbeitung nicht schwerer als nötig machen will, sollte diese Punkte beachten.
Wer es sich bei der Videobearbeitung per App nicht schwerer als nötig machen will, sollte einige Punkte beachten.

Ein paar Überlegungen vor dem Filmen beschleunigen den Videodreh und -schnitt erheblich.

 

Hier ist eine Checkliste, worüber Sie sich Gedanken machen sollten, bevor Sie filmen.

 

Planungen im Vorfeld

  • Welche Bilder brauche ich?
    Überlegen Sie, welche Bilder nötig sind, um die Geschichte zu erzählen. Welche Bilder sind unverzichtbar? Welche Sequenz ist für den Anfang wichtig? Für das Ende? Welche Aussagen von Menschen sind nötig? Halten Sie dies in einem Drehplan fest. So können Sie beim Filmen einfach den Drehplan abarbeiten. Das beschleunigt die Arbeit erheblich.

 

  • Welche Einstellungsgrößen muss ich mitbringen?
    Der häufigste Fehler beim Filmen besteht darin, dass alle Aufnahmen in derselben Einstellungsgröße aufgenommen werden. Im Video reiht sich dann eine Halbnahe an die nächste. Interessant werden Videos aber durch unterschiedliche und wechselnde Einstellungsgrößen. Verwenden Sie also nicht nur Halbnahe, sondern auch Halbtotale, Nahaufnahme, Großaufnahme, Detailaufnahme.

 

  • Welche ungewöhnlichen Perspektiven eignen sich?
    Spannung verschaffen Sie dem Video z.B. durch ungewöhnliche Perspektiven – dafür ist das Smartphone ideal, denn es ist klein und leicht. Halten Sie z.B. das Smartphone aus dem fünften Stock aus dem Fenster und filmen nach unten. Gehen Sie mit dem Smartphone nach unten und stellen das Handy mit Tischstativ auf den Boden. Filmen Sie Ihren Protagonisten per Selfie-Stick von oben.

 

  • Welche Bilder sind für bestimmte Übergänge unverzichtbar?
    Möchten Sie später in der Schnitt-App einen bestimmten Übergang verwenden? Zum Beispiel Schwarz-Blende, Wischen etc.? Dann drehen Sie Videosequenzen, die dafür geeignet sind.

 

  • Sind Bilder für bestimmte Effekte nötig?
    Wollen Sie z.B. Zeitlupe oder Zeitraffer verwenden? Oder Bild im Bild? Sowas sieht toll aus, aber für solche Effekte müssen Sie passende Sequenzen filmen.

 

  • Brauchen Sie einen Selfie-Stick? (Ja)
    Umso ruhiger die Aufnahme, also umso weniger ungewollte Wackler vorhanden sind, desto professioneller wirkt ein Video. Also zumindest einen Selfie-Stick, Handhalterung  oder Gimbal mitnehmen.

 

Vor dem Filmen an der Location

  • Sind Fenster im Hintergrund?
    Fenster im HintergrundWenn Sie in Innenräumen filmen, sollte der erste Blick den Fenstern gelten. Vor die Fenster dürfen Sie Ihre Protagonisten nicht stellen, sonst werden sie dunkel. Wählen Sie fürs Smartphone eine Position, bei der das Fenster nicht im Bild erscheint. Oder ziehen Sie die Rollläden herunter.

 

  • Sind Geräusche zu hören?
    Achten Sie auf ungewollte Geräusche wie brummende Kühlschränke oder Ventilatoren: Diese Geräusche fallen vor Ort nicht auf, sind aber auf dem Videomaterial zu hören.

 

  • Läuft im Hintergrund Musik?
    Wenn ja: ausschalten. Sonst können Sie die Bilder später nicht aneinanderschneiden, weil das Musikstück sonst ständig unterbrochen wird. Und: Vorsicht Gema – Musikstücke unberechtigterweise zu verwenden kann teuer werden.

 

  • Nehmen Sie Umgebungsgeräusche auf
    Nehmen Sie vo jeder Location mindestens 30 Sekunden lang die Umgebungsgeräusche auf. Diese können Sie bei Bedarf auf den Clip legen, wenn es Störgeräusche enthält oder der Ton fehlerhaft ist. Die Umgebungsgeräusche können Sie einfach mit der Videofunktion des Smartphones aufnehmen und später den Ton aufs fehlerhafte Video legen.

 

  • Lassen Sie den Darsteller nicht im Unklaren
    Erklären Sie dem Darsteller vorab, was Sie filmen möchten und was das Thema des Videos ist. Wenn er das Thema kennt, gibt er präzisere Antworten als wenn Sie ihn im Uklaren lassen. Klären Sie mit ihm außerdem, wohin er blicken soll: Soll er Sie ansehen? Oder in die Kamera?

 

  • Wiederholen Sie Einstellungen
    Wiederholen Sie Sequenzen in verschiedenen Einstellungsgrößen (z.B. Halbtotale, Nahaufnahme, Detailaufnahme etc.). So wird das Video nicht langweilig und Sie haben später beim Schneiden keine Schwierigkeiten.

 

  • Achten Sie auf den Hintergrund
    Beim Filmen fällt oft nicht auf, was im Hintergrund zu sehen ist. Auf dem Video springt der Hintergrund aber umso mehr ins Auge. Achten Sie darum auf einen passenden bzw. optisch ansprechenden Hintergrund.

 

Beitragsfoto und Titelfoto: (c) poravute, Fotolia.de

Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*